Chennai (oder auch Tiefpunkt in Indien)

Leider hat es mich um 2 Uhr Morgens am Abreisetag für nach Chennai übel erwischt, so dass mein Plan komplett über den Haufen geworfen wurde.

Da ich bis zum geplanten Aufstehzeitpunkt kaum geschlafen hatte und auch sonst sehr schlapp war, musste ich mich um eine Alternative zur 11h-Busfahrt kümmern, denn so lange hätte ich nicht durchgehalten…

Glücklicherweise gab es einen günstigen Flug für 50.- nach Chennai, so dass ich diesen ohne grosses Zögern buchte.

Mit einer Stunde Verspätung bin ich dann kaputt am Flughafen in Chennai angekommen und hane mir ein wenig ausserhalb ein Tuk-Tuk für 2-3x weniger wie die Prepaid-Taxis vom Flughafen genommen und habe mich gleich schlafen gelegt.

Leider kann ich von den 2 darauf folgenden Tagen auch nicht mehr berichten, da ich die Zeit grösstenteils im Bett oder auf dem Klo verbracht habe.

Mir wurden lediglich 2 kurze Ausgänge gewährt, in denen ich meinem gebeutelten Körper Nahrung und Wasser beschaffte. Daher als Titelbild nur die Aussicht des Hosteldaches.

Ich bin nach knapp 3 Tagen Schwäche und Unwohlsein aber langsam wieder am ein bisschen Hoffnung schöpfen und freue mich auf morgen, denn dann geht mein Flug nach Goa, ein bisschen „Strand- & Badeferien“ machen und mich erholen…

Nächster Bericht folgt dann aus Anjuna! (:

Madurai

Meine erste Anlaufstelle in Tamilnadu war diese Stadt, bekannt für den Sri-Minakshi-Sundareshwara-Tempel, welcher auch der Hauptgrund für meinen Besuch darstellte.

   

 

Hier in Madurai habe ich leider auch vermehrt die Kehrseite des Tourismus entdeckt, zumindest bei den Tuk-Tuk-Fahrern. Wenigstens konnte ich mich teilweise gegen die völlig überrissenen Preise wehren. Speisen konnte man hier aber ausgesprochen gut, Eier-Biriyani für 30 Rs. und ein einfaches Reisgericht für 20 Rs. in einem Restaurant, so wie mir scheint, noch nie ein Tourist gespiesen hatte! 😀

Da ich einen günstigen Flug ab Chennai nach Goa gefunden hatte, war dies auch mein nächstes Ziel.

Zuerst wollte ich einen Nachtzug nehmen, aber die Leute am Bahnhofsschalter sind ziemlich unhilfsbereit und schlussendlich stellte sich das Prozedere mit irgendwelchen Formularen ausfüllen und Passkopie als zu Mühsam heraus, so dass ich einfach wieder einen Bus nehmen werde.

Grundsätzlich bin ich bis jetzt aber eher ein Kerala-Fan und mag Tamilnadu nicht so sehr…

Kumily

Nach meiner letzten Übernachtung in Alleppey habe ich mich gegen 10 Uhr auf den Weg zum Busbahnhof gemacht und den Bus Richtung Osten nach Kottayam genommen. Dort um 12 Uhr angekommen habe ich mich zuerst in einem kleinen versteckten Restaurant verpflegt und die zweite Ettappe auf mich genommen. 4 Stunden später bin ich dann endlich in dem Bergdörfchen Kumily angekommen, welches lediglich als Ausgangspunkt für Touren im „Periyar Tiger Reserve“ dient.

An der Busstation ausgestiegen wurde ich auch schon von einigen Indern bezgl. einer Tour angefragt worden, worauf ich mich für einen Ganztagesausflug mit Bambusflössen entschieden habe. 2500 Rs. hat der Spass mit Morgen- und Mittagessen sowie Parkeintritt (450 Rs) total gekostet, das Essen hätten sie sich aber sparen können, war grösstenteils komisches Süssgebäck.

Am nächsten Tag wurde ich um 7.20 Uhr vor meinem Hostel mit einem Tuk-Tuk abgeholt und mit einem Schwedischen Pärchen zum Parkeingang chauffiert. Wiedereinmal zeigte sich hier die dunkle Seite des Tourismus, für eine relativ kurze Fahrt wurde ein viel zu hoher Preis verlangt, weswegen ich beim Verlassen des Parkes mich geweigert habe, dies zu unterstützen. Zu Fuss machte ich mich auf den Heimweg, wurde aber bald von einem Inder mit Sohn auf seinem Roller angesprochen, ob er ein Foto von seinem Sohn mit mir machen dürfe. Als Dankeschön hat er mich dann zurück ins Dorf gefahren.

Der Tag im Park war an sich nichts besonderes, da sich die Tiersichtungen auf Frösche, Vögel und einige Affen beschränkte. Trotz allem war es sehr schön, durch die indische Natur zu Wandern oder auf einem Bambusfloss über einen See zu paddeln.

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Da ich hier nur eine Nacht gebucht hatte und auch nicht länger verweilen wollte, habe ich den Bus um 17.30 Uhr Richtung Madurai (4h) genommen. Ade Kerala, Hallo Tamilnadu!

 

Alleppey

Wie es in Hostels so üblich ist, lernt man schnell neue Leute kennen. Praktisch natürlich wenn man das gleiche Ziel hat!

So hat mich Sanne aus Holland am Vorabend angesprochen, wie es mit dem Trip nach Alleppey aussieht. Kurz vor Mittag des 21.3. hatten wir uns, wie schon im vorherigen Post erwähnt, auf den Weg gemacht.

Am späten Nachmittag sind wir dann auch endlich angekommen und haben sogleich auch die Suche nach einer Bootstour aufgenommen, da meine Kollegin am nächsten Tag schon wieder zurück nach Kochi musste.

Für 500 Rs pro Person fanden wir auch dann einen kurligen Bootsführer welcher uns gute 3 Stunden durch die Backwaters von Kerala geschippert hat (Motorausfälle inklusive 😀 )

 

 

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Als wir um halb 8 wieder zurück im Hostel waren, hatte ich sogar noch eine weitere Belohnung zugute: eine Schweizerin in meinem Dorm! Schweizerdeutsch zu sprechen habe ich nämlich doch schon vermisst, umso schöner war es, dass ich ein baseldeutsches Gegenüber hatte. Der Zufall wollte es dass sie aus Oberwil war…

 

Ein leckeres Abendessen in „Alleppey Town“ und ein Verdauungsspaziergang war dann der Abschluss der schweizerisch-holländischen Übereinkunft, welche vielleicht später in Südostasien wieder zum Zuge kommt, da sie zur selben Zeit dann in den gleichen Regionen wie ich unterwegs bin.

 

Nächste Destination liegt dann im bergigen Landesinnern, das Ziel lautet Kumily, als Ausgangspunkt für Touren im „Periyar Wildlife Sanktuary“, in welchem es noch einige wilde Tiere geben sollte, wie z.B. Tiger, die Chancen stehen wohl aber eher schlecht, mir aber egal, freue mich auf einen Ausflug in die indische Natur!

Kochi

Nach den Tagen auf der arabischen Halbinsel bin ich nun endlich in Indien angekommen!

Die Einreise ging recht fix und kurz vor 18 Uhr fand ich mich vor dem Cochin International Airport wieder. Endlich richtig warm!

Chaotisch fängt es auch schon an, wirklich was angeschrieben ist nicht, daher lief ich aus dem Taxi Gewusel hinaus und fand sogleich den orangen Bus mit der Aufschrift Fort Kochi, wo sich auch mein Hostel Vedanta Wake Up! befindet. Um 18 Uhr verliess der Bus pünktlich den Flughafen und brachte mich in knapp 2 Stunden ans gewünschte Ziel, sogar mit Klimaanlage. Kostenpunkt: 76 Rs was ca. 1.20 CHF entspricht.

In Kochi unternahm ich am folgenden Tag eine Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit einem Tuk-Tuk welches sogar mit Switzerland angeschrieben war 🙂

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Eine Kathakali-Vorstellung habe ich natürlich auch besucht, ein keralisches Tanzdrama.

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Das Titelbild ist um morgens um halb 7 zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs gemacht worden und zeigt die für Kochi bekannten chinesischen Fischernetze, welche aber eher nur noch eine Touristenattraktion sind, da ich bei jedem „Fang“ maximal 3 kleine Fische im Netz gesehen habe…

 

Am Mittag vom 21.3. ging’s dann wieder Richtung Ernakulam (ein Teil von Kochi), welcher ich am Vortag schon ausgekundschaftet habe, diesmal mit Gepäck, nämlich zum Busbahnhof um weiter südlich nach Alleppey zu gelangen. Die Fähre nach Ernakulam, welche ca. 25min benötigt, kostet wahnsinnige 4 Rs (umgerechnet 6 Rappen)

Abu Dhabi

Die zweite und letzte arabische Stadt liegt nun auch hinter mir. 

Auch hier ist der „Grössenwahn“ deutlich zu spüren, wie auch in Doha werden überall neue riesige Gebäude aus dem Wüstensand gestampft. In Abu Dhabi findet man einige überdimensionierte Malls, die Abu Dhabi Mall befand sich gerade 5 Gehminuten von meinem Hotel entfernt.

Die Sicht meines Hotels war nicht schlecht, zumal es an das Le Meridien angegliedert war und ich deren Poolanlagen und Privatstrand mitnutzen konnte 😀



Zu den touristischen Attraktionen zählt sicherlich mal die grosse Moschee (die drittgrösste der Welt)

(Weitere Bilder werden später eingepflegt, da diese mit meiner GoPro gemacht wurden)

Nun steht aber das nächste Boarding in wenigen Minuten an, die Reise geht weiter Richtung Indien nach Kochi.

Doha

Eine sehr interessante Stadt, in welcher man als Tourist eher eine Seltenheit darstellt. Die Stadtwird primär von Indern, Philippinos und anderen Asiaten bevölkert.

In den verschiedenen Souqs kann man stundenlang herumschlendern und allerlei Nützliches wie auch Unnützes gekauft werden. Duftschwaden von Shishas oder den Gewürzständen bereicherten auch die olfaktorischen Sinne.

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Von meinem Hotelzimmer hatte ich eine herrliche Aussicht und konnte zu Fuss zum Souq Waqif laufen.

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Das Citycenter mit den grossen Hotels und einer riesigen Mall, welche sogar meine Erinnerung an amerikanische Malls in wanken brachten, war am einfachsten mit einem Taxi zu erreichen. Glücklicherweise sind diese hier in Qatar preisgünstig und kosteten pro Fahrt keine 5 Franken.

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Baulich ist Doha eher ein wirres Durcheinander, man entdeckt aber immer wieder das eine oder andere Schmuckstück zwischen halb abgerissenen Gebäuden.

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Das Nachtleben beschränkt sich hier leider nur auf die grossen Hotels, da Qatar ein sehr restriktiven Umgang mit Alkohol pflegt, was sich natürlich auch in den Preisen niederschlägt. Insgesamt sind die Bars aber alle sehr schön und gepflegt.

 

Ob ich Doha wieder einmal besuchen komme? Ja, aber frühestens in 10 Jahren wieder 😀

 

Nun gehts auf zur nächsten Destination:

Abu Dhabi!

Hamad International Airport

Schon ganz am Anfang macht es hier einen guten Eindruck, sei es die freundlichen Flughafenmitarbeiter, das gratis WLAN oder die Trinkwasserspender. Ich kann daher Doha als Umsteigeflughafen sicher empfehlen und werde dies bei zukünftigen Reisen gen Osten berücksichtigen.

Die Einreise ist unkompliziert und kostet 100 Qatar Rial (ca. 28CHF). Hoffentlich bin ich wieder fit wenn der Tag anfängt und ich Doha erkunden kann.

und tschüss!

Nun steh ich da am Flughafen in der Warteschlange, obgleich ich schon online eingecheckt habe. Pegasus ist scheinbar unfähig, einen seperaten Baggage-Drop-Schalter einzurichten…

Nun gehts dann trotzdem bald Richtung Gate und Istanbul ist nur die Umsteigedestination.

Die Vorfreude steigt, die Anspannung aber ebenso. Möge meine Reise beginnen!

weiter geht die Planung

Es wurden nun wieder weitere Unterkünfte gebucht, so dass ich auch in Abu Dhabi sowie bei der Ankunft in Kochi schon mal weiss wo ich schlafen kann:

In Abu Dhabi wurde es das Hotel La Residence***, da diese Stadt leider auch nicht eine klassische Backpackerdestination ist. In den VAE habe ich nur für in Dubai Hostels gefunden. Dafür sieht die Lage des Hotels nicht schlecht aus!

Danach geht’s dann weiter nach Indien, wo ich mir auch sehr zentral gelegen ein Backpackerhostel ausgesucht habe, hier liegen die Preise bei schönen 5.50 CHF pro Nacht 🙂

Zu guter letzt wurde auch ein weiterer Flug gebucht:

22.04. Flug von Delhi nach Bangkok, Thailand

Somit ist auch die Aufenthaltszeit in Indien auf 5 Wochen definiert worden, in welcher ich von Kochi bis nach Delhi reisen darf/muss!

Stay tuned!